Kaminholzsorten
Ahorn
Ahorn bietet einen hohen relativ guten Heizwert von 1900 kWh/rm.
Nach dem Entzünden entwickelt sich innerhalb kurzer Zeit eine volle, gleichmäßige und schöne Flamme.
Es eignet sich neben einer Verbrennung in Öfen auch sehr gut für offene Kamine und Feuerschalen, da es kaum Funkenflug gibt.
Wird Ahornholz richtig getrocknet, behält es seinen typischen, hellen Farbton, ansonsten erscheint es gräulich.
Aufgrund seiner hellen Farbe wird es auch sehr oft zum Bau von Musikinstrumenten genutzt
Da der Ahorn als sehr unempfindlich gilt, auch gegen Salze und Abgase, wird er oft auch als Straßenbepflanzung genutzt.
Das Blatt des Ahorns ist auf der kanadischen Flagge abgebildet.

Birke
Der hohe Gehalt an ätherischen Ölen im Birkenholz sorgt dafür, dass sich im ganzen Haus ein wohltuender Duft verbreitet.
Trotz seiner hohen Dichte von etwa 600 kg/m³ brennt dieses Kaminholz sehr leicht und erzeugt schon bei kleiner bis mittlerer Hitze rasch angenehme Wärme.
Bereits frisches Birkenholz brennt erstaunlich gut. Der Brennwert von getrocknetem Birkenholz liegt bei 1.900 KWh/rm.
Sehr schön anzusehen ist der bläuliche Schimmer der Flammen. Funkenflug entsteht kaum.
Als erster unter unseren heimischen Bäumen zeigt die Birke im Frühjahr ihr Grün und gilt daher als Sinnbild des Frühlingserwachens. Augenscheinlich wird dies in ihrer traditionellen Verwendung als Maibaum sowie als Bauholz für die Kinderwiege.
Wegen seines Dufts, der tollen Flamme und dem kaum vorhanden Funkenflug, ist es ideal
für die Grillschale oder die Feuertonne.

Buche
Buchenholz ist der Klassiker unter den Kaminholz-Sorten.
Bemerkenswert ist vorallem der hervorragende Brennwert von mehr als 2.100KWh/rm.
Dank eines gleichmäßigen Brandverhaltens verströmt Buchenholz eine angenehme Wärme und erzeugt dabei kaum Knackgeräusche und Funkenflug.
Dass Buchenholz, sich großer Beliebtheit erfreut, liegt auch an seiner guten Spaltbarkeit und der stabilen Glutbildung.
Außerdem ist es geeignet für Feuerschale und Feuertonne, da es gleichmäßig und sauber brennt und kaum Funken fliegen.
Da Buchenholz als sehr robust gilt, wird es auch oft in der Möbelindustrie für Kinder- und Jugendzimmer genutzt.

Eiche
Eiche besitzt mit 2.100 KWh/rm einen ebenso exzellenten Brennwert wie Buchen- und Eschenholz.
Bei einer Rohdichte von 650 kg/m³ trocknet Eichenholz auch etwas langsamer als viele andere Holzsorten, ist dafür aber sehr witterungsbeständig und problemlos über längere Zeiträume lagerfähig.
Selbst nach der Trocknungsphase lässt es sich unkompliziert von Hand spalten.
Beim Verbrennen kommt es kaum zu Geräuschen und Funkenflug, jedoch zu einer ausgezeichneten Glutbildung.
Das Flammenbild ist zwar nicht spektakulär, aber doch stimmungsvoll.
Da die Eiche als Sinnbild für Standhaftigkeit, Treue und Weisheit gilt, ist sie auf vielen Münzen (z.B. 1 - 2 - 5 Cent) Wappen und Rangabzeichen abgebildet.

Esche
Ebenfalls mit einem erstklassigen Brennwert von 2.100 KWh/rm brennt das Hartholz der Esche wunderbar gleichmäßig, ruhig und ohne nennenswerten Funkenflug ab.
Es eignet sich daher auch hervorragend für offene Kamine.
Die entstehende Glut hält lange an.
Allerdings gestaltet sich die Spaltung des Holzes aufgrund seiner Härte vergleichsweise schwierig.
Da Eschenholz als besonders hart gilt, werden hieraus auch oft Schaufel- und Hammerstiele gefertigt.

Fichte
Fichtenholz gehört zu den am weitesten verbreiteten Holzarten in Deutschland (32 % der gesamten Waldfläche in Deutschland)
Fichtenholz sorgt durch leichtes Knistern für eine gemütliche Atmosphäre, die auf den leichten Harzgehalt des Holzes zurückzuführen ist.
Es wird nicht nur für den Ofen genutzt, sondern ist mit Abstand das meist genutzte Bau- und Konstruktionsholz sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau und im Innenausbau. Auch in der Papierherstellung findet es große Bedeutung.
Das ätherische Öl der Fichte, welches auch beim Verbrennen einen angenehmen Duft vertreibt, wird heutzutage zur Behandlung von Bronchitis genutzt, es fördert z.B. in Badezusätzen die Durchblutung und ist gut bei Rheuma.
Auch Musikinstrumente bestehen oft aus Fichtenholz.

Kiefer
Kiefern gehören zu den sehr schnell wachsenden Bäumen, weshalb ihr Brennholz relativ günstig ist.
Der Brennwert bewegt sich mit 1.700 KWh/rm zwar im mittleren Bereich, dafür lässt sich Kiefernholz unkompliziert spalten und lagern.
Schon nach einem Jahr weist es eine optimale Restfeuchte auf.
Da Kiefer rasch anbrennt und dabei beachtliche Hitze entwickelt, leistet es vor allem beim Anheizen des Kamins gute Dienste.
Für eine gemütliche Atmosphäre sorgt das ausgeprägte Knistern, welches auf den hohen Harzgehalt des Ofenholzes zurückzuführen ist, welche jedoch in keinem Fall für den Kamin schädlich ist, sofern das Holz trocken ist.
Dieser entwickelt allerdings beim Verbrennen einen lebhaften Funkenflug, weshalb du Kiefernholz nur in geschlossenen Brennkammern verwenden solltest.

Lärche
Bezüglich des Brennwertes spielt Lärche in der mittleren Liga der Brennhölzer.
Der leichte Harzgehalt, führt auch beim Lärchenholz zu gut hörbarem Knacken und sorgt auch für ein wenig Funkenflug. Deshalb gilt auch hier, nur im geschlossenen Kamin verwenden und nicht für offenes Feuer nutzen.
Lärchenholz kann man jederzeit als Frischholz beziehen, da es sich problemlos spalten lässt und problemlos zu lagern ist.
Das Lärchenholz hat eine sehr hohe Dichte, weshalb es von allen Hölzern den besten Brennwert in Bezug auf das Gewicht hat und ist deshalb klar Preis/Leistungssieger.
Aufgrund der Dichte und Stabilität wird es auch oft für Holzhütten und Blockbohlenhäuser verwendet, selbst Venedig „steht“ seit 100en Jahren auf Lärchenholz.
